SOCIAL MEDIA: Fragen, die du nicht mehr stellen möchtest.
  • Martin Günther

SOCIAL MEDIA: Fragen, die du nicht mehr stellen möchtest.

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Jeder kennt sie, jeder nutz sie ...


In unserer heutigen Zeit sind soziale Medien einfach nicht mehr wegzudenken.


Begriffe wie Influencer, Buzzwords, Hashtags oder Social Signals regieren unseren Alltag. Wie es scheint, haben Anglizismen im Zeitalter von Social Media Hochkonjunktur. Social Media ist mittlerweile ein ziemlich komplexes Fachgebiet. So ist es durchaus nicht verwunderlich, dass der ein oder andere langsam den Überblick verliert.


Bevor du dich gleich Hals über Kopf in die Materie wirfst - Back to the roots.


Also, wenn du Lust und Zeit hast ein paar Basics kennenzulernen, dann werden dir die folgenden Zeilen als nützliche Orientierung dazu dienen.


Vielleicht entdeckst du dabei ja sogar ein paar smarte Tipps für dich, dein Unternehmen oder deinen Blog!

Außerdem wirst du erfahren,

  • was die zentralen Kennzeichen der sozialen Netzwerke sind,

  • warum du nicht auf jeder Social-Media-Plattform im Mittelpunkt stehst und

  • wer die besten Multiplikatoren für deine Produkte/ Dienstleistungen sind.


Kein Hexenwerk - versprochen. 😉


Bereit?


Exzellent, fangen wir an ...



1. Was ist Social Media eigentlich?


Bei Social Media (deutsch: soziale Medien) dreht sich alles um Kontakte, Beziehungen und relevante Informationen, die zwischen Freunden, Familien und Bekannten geteilt werden.


Der Austausch von Meinungen, Erfahrungen und Empfehlungen findet auf allen Ebenen der sozialen Medien statt.


Also, es wird nicht mehr länger nur nach Informationen gesucht, sondern sie werden durch die User selbst erstellt und via Blogs, Youtube-Kanäle, etc. publiziert.


Was früher nur den technisch affinen und großen Werbeträgern möglich war, ist durch die Entstehung von Social Media für jedermann zugänglich geworden.


Der Prosument, Wechsel des Internetnutzers vom reinen Konsumenten zum Produzenten, wurde geboren.


Long story short.


Die soziale Medien sind dein virtueller Verteiler, Informationsmaschinerie und Sprachrohr im digitalen Orbit.


NICE2KNOW Wir haben momentan ca. 3,725 Milliarden aktive Social Media Nutzer.


2. Was sind eigentlich soziale Netzwerke?


Soziale Netzwerke oder auch Social Networks sind Online-Communities, die vorrangig dem Vernetzen von Freunden, Bekannten oder Fremden mit gleichen Interessen dienen.


Sie sind eines der Kommunikationsinstrumente der soziale Medien - Werkzeug für den Kommunikations- und Beziehungsaufbau.

Zu ihren zentralen Kennzeichen zählen:


  • individuelle Gestaltung des persönlichen Profils

  • das Vernetzen mit anderen Personen

  • der Versand und Empfang von Nachrichten

  • die Möglichkeit zum interagieren mit fremden Inhalten

  • die Verschlagwortung via Hashtags

  • das Teilen von Fotos, Video, Links, usw.

  • die Synchronität der Inhalte in Echtzeit

  • das Markieren von Personen (Tagging)


Beispiele für soziale Netzwerke:


  • Snapchat

  • Behance

  • Dribbble

  • Dailymotion

  • Vero



3. Welche Arten und Typen von Social Media Plattformen gibt es überhaupt?


Wir unterscheiden bei den Social-Media-Plattformen zwischen 8 verschiedenen Typen und Arten:

  1. Beziehungsnetzwerke Hier liegt der Fokus auf der Darstellung des Nutzers und der Verbindung zu anderen Menschen, sowohl privater als auch geschäftlicher Natur. Beispiele: Facebook und JobScout

  2. Media-Sharing-Plattformen Bei Media-Sharing-Plattformen stellen visuelle Inhalte die Kommunikationsgrundlage dar. Der Nutzer muss sich erst für ein Video/ Bild entscheiden, bevor er weitere Einstellungen treffen kann. Beispiele: Instagram und Vimeo

  3. Social Publishing Nutzer publizieren eigene Inhalte. Das können sowohl kurze, wie z. B. bei Twitter, oder auch lange Inhalte, wie z. B. bei Medium, sein. Weitere Beispiele: Tumblr und WordPress

  4. Diskussionsforen Bei diesen Portalen steht das Thema im Vordergrund und nicht der Diskutant. Beispiele: Reddit und Quora

  5. Bookmark-Seiten Bookmarking-Dienste ermöglichen es den Nutzern interessante Inhalte aus dem Web zu sammeln, zu kuratieren und zentral an einem Ort abzuspeichern. Beispiele: Digg und Mix (ehemals StumbleUpon)

  6. Interessenbasierte Netzwerke Treffpunkt für Menschen, denen ein gemeinsames Hobby, z. B. Musik, zu Grunde liegt. Beispiele: Last.fm und Goodreads

  7. Online-Rezensionen Die Nutzererfahrungen (Bewertungen) stehen im Vordergrund. Sie sollen anderen Suchenden als Empfehlung dienen. Beispiele: Foursquare und Yelp

  8. E-Commerce-Plattformen Hier liegt der Fokus auf der Präsentation und dem Verkauf von Produkten. Beispiele: Polyvore und Etsy


NICE2KNOW Laut Overdrive zählen wir momentan 471 Social Media Plattformen.


4. Warum sind soziale Netzwerke so beliebt?


Stell dir einfach mal die folgenden Fragen:


  1. Was hat Irene gestern eigentlich den ganzen Tag gemacht?

  2. Wie der neue Italiener an der Ecke wohl ist?

  3. Ob Christian und Laura immer noch zusammen sind?


Simple Fragen, die uns früher viele Telefonate und Recherchen über Freunde und Freundes Freunde gekostet hätten. 😐


Doch durch Facebook und Co. sind unsere Antworten heutzutage meist nur noch einen Klick weit entfernt:

  1. Laut ihrer Insta(gram)-Story war sie gestern den ganzen Tag im Freizeitpark.

  2. Wahnsinn, das Ambiente und Essen soll laut Yelp der Hammer sein.

  3. Laut Facebook haben die beiden sich doch tatsächlich letzte Woche verlobt.


Soziale Netzwerke schaffen für uns eine virtuelle Gemeinschaft des Vertrauens, auf der wir größtenteils mit Personen in Verbindungen stehen/ treten, die wir ansatzweise kennen.


Von elementarer Bedeutung, neben der Selbstverwirklichung, ist dieser Faktor für die Social-Media-Jugend bzw. die Gen. Z (Geburtsjahr 2000-2019), da sie mit Online-Communities einen Raum fern ab von uns Erwachsenen besitzen.


Auf der anderen Seite bieten uns Social Networks die Möglichkeit, Neugier und Transparenz sei dank, sich schnell und einfach Informationen, wie z. B. durch die Profil-Beschreibung von unseren Freunden/ Bekannten oder durch die geteilten Beiträge in der Timeline, zu holen.



5. Wozu können Unternehmen Social Media einsetzen?


Die Zeit des Ausprobierens ist schon lange vorbei. Ein professioneller Umgang mit den sozialen Medien gilt heutzutage als Grundvoraussetzung für unternehmerischen Online-Erfolg.


Ob Öffentlichkeitsarbeit, Kundenbindung, Marktforschung oder oder oder ...


Social Media ist vielfältig einsetzbar und umfasst heutzutage alle Bereiche des Marketingsmix.


Was bedeutet das im Klartext?


Hier mal ein paar Möglichkeiten, die sich mit dem Einsatz von Social Media für Unternehmen realisieren lassen:


  1. Social CRM (Customer Relationship Management) Fördere die Kundenbindung und Kontaktpflege deiner Zielgruppe durch deine Präsenz in ihren sozialen Netzwerken. Durch dieses proaktive Auftreten kannst du auf kaufhemmende Fragen reagieren oder Konsumenten in ihrer Kaufintention bestärken. Hole deine Kunden dort ab, wo sie sich befinden.

  2. Steigerung der Brand Awareness (Markenbekanntheit) Social Media eignet sich wie kein anderes Medium zum Markenbranding. Schaffe Markenerlebnisse durch Einfallsreichtum. Präsentiere deiner Zielgruppe regelmäßig relevanten Content und schenke ihnen deine ganze Aufmerksamkeit.

  3. Steigerung der Brand Loyality (Markenvetrauen) Loyale Markenfans und Markenbotschafter oder auch Brand Ambassadors sind die besten Multiplikatoren für deine Produkte/ Dienstleistungen, egal ob online oder offline.

  4. Neue Kunden durch Empfehlungsmarketing gewinnen Word-of-Mouth (deutsch: Mundpropaganda) ist die beste Werbung. Doch die Reichweite des WOM ist online um ein vielfaches höher als offline.

  5. Social Recruiting Mit Social Media lassen sich nicht nur neue Kunden finden, sondern auch potentielle Mitarbeiter. Netzwerke wie Xing und LinkedIn eignen sich besonders gut für das Recruiting und für das Employer Branding (deutsch: Bildung der Arbeitgebermarke).

  6. Social Commerce Die Grundlage für Kaufentscheidungen deiner Kunden im Social Web basiert auf Bewertungen und Empfehlungen, kurz User-Generated-Content (deutsch: nutzergenerierte Inhalte). Nutze die Gelegenheit und präsentiere deine Produkte dort, wo über sie gesprochen wird. Social Commerce wirkt im Gegensatz zum klassischen E-Commerce nicht bedarfsdeckend, sondern bedarfsweckend.

  7. Werbung ohne Streuverluste Soziale Medien bieten dir die Möglichkeit durch gezieltes Targeting, ob psychografischer, demografischer, geografischer oder verhaltensorientierte Natur, deine Werbeanzeigen genau auf deine Zielgruppe abzustimmen.

  8. Erhöhung der Reichweite Wenn ein Nutzer deinen Beitrag für relevant hält, interagiert er mit diesem. Dadurch wird dieser Beitrag auch seinen Freunden empfohlen. Wenn einer seiner Freunde ebenfalls mit deinem Beitrag interagiert, wird auch dieser seinen Freunden vorgeschlagen, usw. Sprich, jede Form von Interaktion mit deinem Beitrag verschafft ihm mehr und mehr Reichweite.

  9. Verbesserung der Sichtbarkeit bei Google & Co. Positive Rückmeldungen, wie z. B. Likes, Shares, Tweets usw., der User auf deine Beiträge signalisieren den Suchmaschinen hochwertigen Content (deutsch: Inhalt).

  10. Reputationsmanagement Soziale Netzwerke helfen dir nicht nur beim Aufbau, sondern auch bei der Verbesserung deines Markenimages. Durch die Möglichkeit schnell und einfach auf Kritik zu reagieren, kannst du aktiv den Diskurs mitlenken und bist nicht nur der stumme Beobachter. Im Fall der Fälle bleibe stets kritikfähig und souverän, denn in den sozialen Medien findet Kommunikation stets auf Augenhöhe statt.


Fazit:


Die Machtverhältnisse wurden neu gemischt.

Social Media haben wir es neben der Beziehungspflege, dem Informations- und Kommunikationsaustausch, zu verdanken, dass sich die einst stillen Empfänger, wir, durch die Möglichkeit der Publikation eigener Inhalten, im Laufe der Zeit zum Sender entwickelt haben.


Social Media gekommen um zu bleiben.


Man könnte fast sagen, täglich sprießen neue Plattformen unterschiedlichster Art und mit unterschiedlichsten Möglichkeiten aus dem Boden, mit denen sie versuchen uns User in ihren Bann zu ziehen - was ihnen durchaus auch gelingt.


Dabei sein ist alles.

Durch ihren Mix aus virtueller Gemeinschaft und Vertrauensbasis vermitteln sie uns User ein Verständnis von Zusammengehörigkeit - jeder ist Teil des großen Ganzen.


Hype war gestern.


Auch der Großteil der Unternehmen, weltumspannend, haben es endlich verstanden, dass der einstige Hype seine Daseinsberechtigung, durch seine Vielzahl von unternehmerischen Möglichkeiten, unter Beweis gestellt hat.


So, ich hoffe ich konnte dir bei der ein oder anderen ungelösten Frage ein wenig unter die Arme greifen und dir vielleicht ein paar neue Anregungen geben.


Also, wenn dir der Artikel gefallen hat, bzw. du ihn für nützlich empfunden hast, hinterlasse mir doch einen Kommentar mit deinen Gedanken oder teile ihn mit deinen Freunden. 😁


In diesem Sinne:


Bis demnächst, hoffentlich ✌️


Liebe Grüße aus Rostock und bleib gesund!

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