• Martin Günther

CANVA: 5 Tricks, die deine Konkurrenz kennt - aber du nicht.

Hinweis: Artikel enthält Partnerlinks* – Was ist das?

Inhaltsverzeichnis:


Wenn du hier gelandet bist, muss ich dir wohl keine lange Predigt mehr darüber halten, wie nützlich und vor allen Dingen, wie einfach Canva sein kann. Gerade im Vergleich zu Photoshop oder Ai (Adobe Illustrator).


Wie du weißt, läuft in den sozialen Medien ohne eine ansprechende Grafik einfach gar nichts mehr. Denn, wenn die Grafik nicht die nötige Aufmerksamkeit erregt, brauchen wir uns um den mitgelieferten Content erst gar keine Gedanken mehr machen. Die einzigen, die ihn dann wahrscheinlich noch lesen werden, sind gezwungenermaßen die Google-Bots. 😋


NICE2KNOW Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne eines Nutzers im Facebook-Newsfeed (mobil) liegt bei lediglich 1,7 Sekunden (Stand 2017). [mehr dazu]

Wie du siehst, müssen deine Beiträge heutzutage einfach ein echter Eyecatcher sein und das geht natürlich nur mit verdammt gutem visuellen Storytelling. Keiner will mehr einen lahmen Post mit langweiligen Stockfotos und einen in die Mitte gequetschten Slogan sehen, aber dazu gleich mehr.


Egal, ob gestandener Content-Creator, Instagram Newbie, etc.: Diese 5 Tipps werden deinem Content den nötigen Canva-Kick verpassen, um in der Online-Welt wettbewerbsfähig zu bleiben.


Außerdem wirst du erfahren,

  • wie du im Handumdrehen deine Instagram-Posts auf die nächste Stufe hebst,

  • warum es nicht immer zentrierte, rechts oder links ausgerichtete Standardüberschriften sein müssen, und

  • wie man mit nur 4 Klicks jedem Bild einen vernünftigen Schatten verpassen kann.


Das wird ein Kinderspiel - versprochen. 😉

Bereit?

Okay, los geht's ...



1. Das (Canva) Instagram-Karussell


Durchaus wird dir bereits das ein oder andere Instagram-Karussell, eine Abfolge von bis zu 10 Bildern, über den Weg gelaufen sein. Oder hast du sogar bereits schon eigene kreiert?


Wie auch immer, allem Anschein nach sind sie momentan das Instagram-Trend-Format Nr. 1, denn gefühlt jeder dritte bzw. vierte Post ist doch ein Karussell, oder? Was soll ich dir sagen, der Schein trügt nicht. Sie sind derzeit mit Abstand das beliebteste Instagram-Post-Format.


Gut, genug geschnackt, fangen wir an selber zu kreieren und zu beeindrucken.



TIPP Instagram-Karussells weisen derzeit die höchste Engagement-Rate (Likes, Saves, Kommentare) auf. [mehr dazu]


1. Schritt


Als erstes musst du unter „Design erstellen“ eine neue Vorlage mit „Benutzerdefinierter Größe“ anlegen, mit den Maßen 2160 px * 1350 px.


Warum?


Ein Instagram-Bild entspricht den folgenden Maßen:


  • 1080 px * 1080 px im Square-Format (das Format, dass jedes x-beliebige Bild mit x-beliebigen Format nach dem posten einnimmt [Standardgröße])

  • 1080 px * 1350 px im Portrait-Format (Feed Safe-Zone 1080*1080)

  • 1080 x 608 px im Landscape-Format (Feed Safe-Zone 608*608)


Zum „Swipen“ benötigst du logischerweise mindestens zwei Bilder. Folglich brauchst du also 2160 px in der Breite und 1350 px in der Länge, die 1350 px empfehle ich dir um die maximale Instagram-Fläche auszunutzen, denn du hast ja keine Werbefläche zu verschenken, oder?


TIPP Du möchtest noch mehr Informationen über die gegebenen Instagram-Formate? [Dann hier entlang]


2. Schritt


Im nächsten Schritt aktivierst du lediglich die Hilfslinien („Hilfslinie anzeigen“) und Lineale („Lineale anzeigen“) unter dem Registerblatt „Datei“.



3. Schritt


Nach der Aktivierung musst du dich mit der Maus in den Bereich der Lineale begeben und warten bis sich der reguläre Mauszeiger in ein ↔ ändert, um dann mit gedrückter linker Maustaste die Hilfslinie an die gewünschte Stelle zu ziehen.


In diesem Fall wäre es:


  • 1080 (horizontal - vom linken Lineal aus)

  • 135 und 1215 (vertikal - vom oberen Lineal aus).


Die unteren Hilfslinien dienen dir lediglich, wie oben bereits erwähnt, als sog. Feed-Safe-Zone, dass bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass genau der Bereich außerhalb dieser Linien in deinem Feed abgeschnitten wird, da Instagram im Feed-Layout lediglich 1080 px * 1080 px duldet.


Also falls du das große Format (2160 px * 1350 px) nutzen möchtest, aber dein Feed trotzdem keine abgeschnittenen Elemente beinhalten soll, musst du dich natürlich innerhalb dieser Linien bewegen.


Erklärt sich von selbst oder? 🙂



4. Schritt


Jetzt musst du nur noch dein gewünschtes Bild unter „Uploads“ hochladen bzw. auswählen, passend skalieren und danach auf „Herunterladen“ drücken, grauer Button am rechten oberen Bildschirmrand. Im neuen Fenster wählst du noch fix deinen bevorzugten „Dateityp“ (PNG, JPEG) aus, stellst den Bereich unter „Seiten auswählen“ auf „Alle Seiten“ um und das Herunterladen kann beginnen.



5. Schritt


Last, but not least, musst du dein fertiges Bild nur noch in das Split Image Tool von Pinetools hochladen, denn du musst aus deinem fertigen Kunstwerk ja noch zwei Bilder machen, um den Karussell-Effekt zu erzeugen. Also, ein vertikaler Schnitt durch die Mitte.


Dafür einfach die gewünschte Datei unter „Datei auswählen“ uploaden, bei Options „Horizontally“ auswählen und auf „Split Image“ drücken.


Danach kannst du deine fertigen Bilder mit nur einem Mausklick im Bereich „Download pieces (IMAGES)“ herunterladen.


Bei mehreren Bildern musst du diesen Vorgang logischerweise einfach mehrfach wiederholen.


Abschließend noch fix die Bilder bei Instagram hochladen und Beschreibung, ALT-Text (unter Erweiterte Einstellungen), Standort-Angabe sowie Hashtags hinzufügen.


TIPP Du möchtest dir noch ein paar Inspirationen für deine Karussells holen, dann empfehle ich dir mal bei meiner Insta-Wall oder direkt bei meinem Instagram-Account vorbeizuschauen.


2. Der hängende Text


Müssen es eigentlich immer zentrierte oder links/ rechts ausgerichtete Standardüberschriften sein?


Nein, man darf auch ruhig mal ein wenig Kreativität walten lassen, um die Überschrift auch visuell ein wenig aufzupeppen. Wie hier als hängend am Seil:



Glaube mir eins, nichts ist langweiliger und frustrierender, als deiner Community ein und dasselbe Design immer und immer wieder vor die Nase zu setzen.


Also, aufgepasst!



1. Schritt


Hierbei musst du dir als erstes die nötigen Materialen unter Elemente (linke Sidebar) zur Erstellung des visuellen Seils, an dem deine Buchstaben nachher hängen werden, beschaffen. Dazu werden folgende Elemente benötigt:


  • Linie

  • Kreis

  • Kurve


2. Schritt


In diesem Schritt kombinierst du diese drei Elemente einfach zu einem sinnvollen Ganzen und das funktioniert wie folgt:


  • Linie mittig zentrieren

  • Kreis in eine ovale Form bringen, an geeigneter Stelle über der Linie positionieren und auf die passende Größe reduzieren

  • Kurve auf Kreis anpassen.


3. Schritt


Um die Sache abzurunden, benötigst du neben deinem visuellen Schmuckstück auch noch die passenden Buchstaben für deine Überschrift/ Slogan und einige weitere Kreise, in Abhängigkeit der Wortlänge. Diese Kreise dienen dir nachher als Löcher, durch die im Anschluss das Seil gezogen wird.



4. Schritt


Zu guter Letzt musst du die Buchstaben sinnvoll entlang der Seite verteilen und ausrichten, die Kreise innerhalb der Buchstaben positionieren und abschließend noch das Seil durch die Löcher „ziehen“ bzw. drüberlegen.


Kein Hexenwerk, oder?



3. Der Canva Outline-Effekt


Was auf dem ersten Blick wie ein reiner Schatten aussieht, kann bei einer einfachen Abänderung der Farben den sog. Outline-Effekt (dt. farbige Außenlinie/ Umriss) hervorrufen.



Glaubst du nicht? Swipe nach links und überzeug dich selbst.


Wie du siehst, kannst du hier direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.


Und das Beste an der ganzen Sache: es geht extrem fix.



1. Schritt


Im ersten Schritt musst du eigentlich nichts weiter machen als dein bevorzugtes Bild zweimal hinzuzufügen, denn eines dieser Bilder wird dir nachher als Schatten/ Outline dienen. Klicke einfach eines der vorhandenen Bilder an und öffne die Registerkarte „Effekte“.


Anschließend einfach in dem neu geöffneten Fenster die Option „Cherry“ unter „Duotone“ auswählen.



2. Schritt


Hier stellen wir nun unter „Highlights“ und „Schatten“ unsere favorisierten Farben ein und wenn nicht standardmäßig bereits vorhanden, muss die Intensität noch auf „1“ reguliert werden.



3. Schritt


Jetzt musst du noch unter der Registerkarte „Anpassen“ die Intensität des Weichzeichners auf mind. „40“ stellen und den fertigen Schatten/ Outline hinter dem Hauptbild positionieren (Position > In den Hintergrund).


Fertig ist das Meisterwerk. Ging doch fix, oder?



4. Die Portrait Typografie


Wie heißt es doch so schön:


„Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.“


Was muss dann erst die perfekte Kombination von Bild und Schrift für eine Wirkung auf den Lesenden haben?



Fragst du dich auch?


Dann finde es doch einfach mit deiner eigenen Kreation heraus:



1. Schritt


Unter „Elemente>Rahmen“ suchst du dir einfach deine benötigten Buchstaben raus und positionierst und richtest diese in der Reihenfolge deiner Wahl an. Achte aber darauf, dass die Buchstaben sich innerhalb deines Bildes befinden, da sonst der Hintergrund den freien Platz einnimmt.


TIPP Apropos Ausrichten: Wenn du in Canva einen Gegenstand ausgewählt hast, dann „ALT“ gedrückt hältst und die Maus über den nächsten Gegenstand bewegst, wird dir immer der genaue Abstand zwischen den beiden Elementen angezeigt. [Zwitscher es]


2. Schritt


Nun müssen die einzelnen Buchstaben mit Leben gefüllt werden, also ein einfaches Copy & Paste der Hauptgrafik. Anschließend ziehst du die neu gewonnene Grafik über einen der leeren Buchstaben.


Dieser Vorgang wird logischerweise so oft wiederholt bis alle Buchstaben über ein eigenes Bild verfügen.



3. Schritt


Im Anschluss müssen die inserierten Bilder nur noch ins richtige Format gebracht werden, um ein stimmiges Gesamtbild zu schaffen.


Also Buchstabe anklicken, dann die Registerkarte „Zuschneiden“ auswählen und das Vorschau-Bild auf eine einheitliche Größe, durch hin- und herziehen der Ecken, mit dem Hauptbild bringen.


Die einheitliche Größe ist dann erreicht, wenn Hauptbild und gewähltes Bild identisch übereinander passen, ergo es ist nur noch ein Bild zu erkennen.


Zu guter Letzt einfach das Hauptbild noch auf die Hälfte reduzieren und fertig ist die Magie. 🧙‍♂️



5. Das Buchstaben-Portrait


Und wenn wir schon einmal bei Buchstaben sind, dann bleiben wir doch auch direkt dabei.


Das Buchstaben-Portrait ist ehrlich gesagt mein persönliches Highlight. Es eignet sich einfach perfekt als Cover-Bild, egal, ob für Blogbeiträge oder Social-Media-Posts. Die Einsatzmöglichkeiten sind schier unendlich. 😲



Also, getreu der Norddeutschen Redensart:


Nich' lang schnacken, Kopp in Nacken.



1. Schritt


Im Gegensatz zur Portrait Typografie musst du dich hier lediglich für einen Buchstaben (Elemente>Rahmen) und ein Bild entscheiden.


Also einfach dein favorisiertes Bild über den gewählten Buchstaben (Rahmen) bewegen und im Anschluss via „Zuschneiden“ das Bild, jetzt innerhalb des Buchstabens, auf die bevorzugte Größe bringen.



2. Schritt


Nun wird es ein wenig kniffliger, denn hier müssen die fehlenden Parts, wie du bestimmt bereits erkannt hast, natürlich mit Leben befüllt werden. Deshalb benötigen wir unser gewähltes Bild hier noch ein, zwei, drei oder vielleicht sogar viermal, natürlich ganz in Abhängigkeit vom gewählten Buchstaben und Bild.


Die einzige Besonderheit diesmal ist, dass du die weiteren Bilder ohne Hintergrund, sprich transparent benötigst, da sonst der Effekt durch den gewählten/ vorgegebenen Hintergrund nicht funktionieren würde.


TIPP Du willst ohne viel Zeitaufwand den Hintergrund deines Bildes entfernen bzw. transparent machen, dann empfehle ich dir das Webtool von remove.bg.


3. Schritt


Abschließend musst du die einzelnen (transparenten) Grafiken nur noch auf die vorgegebene Größe bringen und von links, rechts oder gar von beiden Seiten, in meinem Fall halt von Beiden, auf das gewünschte Maß reduzieren.


Wie oben bereits erwähnt, kann man an diesem Beispiel ganz gut erkennen, was ich damit meinte, dass man das gewählte Bild ein, zweimal oder sogar noch öfter benötigt.


Denn wie du siehst, kann ich das Buchstaben Portrait ja so schlecht auf die Reise durch die Online-Welt schicken, da früher oder später jemand das gekippte Dreieck im Gesicht von Nelson Mandela erkennen wird.


Gut erkannt, warum nicht einfach das bereits vorhandene Bild über den noch fehlenden Bereich ziehen.


Tja, es könnte so einfach sein, aber ist es ja bekanntlich nicht. Denn wenn ich die hier vorhandene rechte Grafik über dieses gekippte Dreieck ziehe, bewege ich mich damit leider außerhalb des X-Bereichs.


Heißt im Klartext, fix noch schnell ein weiteres Bild auf Maß bringen und that's it.


Fazit:


Wie du siehst, bietet Canva nicht nur abgedroschene Standard-Vorlagen oder langweilige Vektoren etc.


Nein, denn mit Canva kann man auch im Handumdrehen ein paar echte visuelle Leckerbissen zaubern, die sich wirklich sehen lassen können.


Ich hoffe, ich konnte dir heute ein paar nützliche Tipps, Tricks und Inspirationen mit auf deinen Weg geben, die dir deinen Alltag in Zukunft vielleicht sogar ein wenig erleichtern werden.


Abschließend bleibt nur noch zu sagen: Wenn dir der Artikel gefallen hat, bzw. du ihn für nützlich empfunden hast, hinterlasse mir doch einen Kommentar mit deinen Gedanken oder teile ihn mit deinen Freunden.


In diesem Sinne:

Bis demnächst, hoffentlich ✌️

Liebe Grüße aus Brandenburg und bleib gesund! 😷

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